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Montag MO 7 Jänner 2019
Programm & Karten – Komponisten

La fonte musica © Alberto Molina

Resonanzen: La fonte musica / Pasotti

Wussten Sie, dass das Tarock zunächst auf den Namen »Trionfi« (im Singular zu deutsch: »Triumph« wie auch »Trumpf«) hörte? Ein Insignium der Macht sollte das von Filippo Maria Visconti in Auftrag gegebene Kartenset sein. Schutzgöttin Fortuna war ihm hold: Noch heute gelten die ersten Kartendecks dank ihres enigmatischen Charakters und ihrer prächtigen Gestaltung als Kultobjekte. Auf einer Zeitreise durch das italienisch-französische Spätmittelalter stellt Michele Pasotti mit seinem Ensemble La fonte musica den symbolträchtigen Sujets u. a. Madrigale, Ballaten und Kanons dieser Zeit an die Seite.

Samstag, 26. Jänner 2019, 19.30 Uhr

Lucas Debargue © Xiomara Bender (Ausschnitt)

Klavierabend Lucas Debargue

Die Medien feiern ihn als »Pianist, der aus dem Nichts kam«, »Selfmade-Tastenzauberer» und »neues Klavier-Wunderkind«, seit er 2015 beim berühmten Tschaikowsky-Wettbewerb Aufsehen erregte. Seither hat Lucas Debargue im Musikbetrieb mit seinem intellektuellen und kraftvollen Spiel noch weiter für Furore gesorgt. Im Wiener Konzerthaus widmet er sich neben Werken von Chopin und Bach einem musikalisch-philosophischen Denkmal: Der tiefsinnigen letzten Klaviersonate Ludwig van Beethovens.

Mittwoch, 20. Februar 2019, 19.30 Uhr

Blick Bassy © Justice Mukheli (Ausschnitt)

Blick Bassy & Aline Frazão

Der kamerunische Sänger und Gitarrist Blick Bassy verwebt den Blues mit traditioneller Musik seiner Heimat und kreiert eklektische Songs in ungewöhnlichem Bandsetting. So entstehen unwiderstehliche Grooves, aber auch ein in sich gekehrtes, kontemplatives Klangspektrum mit poetischen Texten. Auf die Suche nach Unentdecktem begibt sich auch die angolanische Singer-Songwriterin Aline Frazão auf ihrem Album »Dentro da Chuva (Inside The Rain)«, das sie in Rio de Janeiro aufnahm. Sie erzählt ihre Geschichten mit minimalistischen Mitteln, was sie in einer Welt voll Lärm für notwendig hält: »Because music and silence are two sides of the same moon.«

Mittwoch, 13. März 2019, 19.30 Uhr

Brussels Jazz Orchestra © Marco Mertens

Brussels Jazz Orchestra

Das Prädikat »oscarreif« ist im Hinblick auf das Brussels Jazz Orchestra nicht nur im übertragenen Sinn, sondern wortwörtlich zu verstehen. Nun begibt es sich zurück zu den Anfängen des bewegten Bildes und haucht mit seiner Live-Darbietung zwei US-amerikanischen Stummfilm-Klassikern aus dem Jahr 1920 mit seinen jazzigen Klängen neues Leben ein: »An Eastern Westerner« mit dem großen Harold Lloyd in der Hauptrolle und »Pollyanna«, die Verfilmung des amerikanischen Kinderbuchklassikers, gespielt von Mary Pickford.

Sonntag, 24. März 2019, 19.30 Uhr

Ildar Abdrazakov © http://ildarabdrazakov.com

Great Voices: Ildar Abdrazakov

lldar Abdrazakovs Bassstimme ist eine der klangschönsten und edelsten, die es in unserer Zeit zu hören gibt. Gemeinsam mit dem Tatarstan National Symphony Orchestra, aus der Nachbarregion seiner baschkirischen Heimat im Osten des europäischen Russland, präsentiert er ein ganz Giuseppe Verdi gewidmetes Programm. Seine Kunst setzt Abdrazakov dabei in Szenen ein, die ihm der große italienische Opernkomponist auf den Leib geschrieben haben könnte. Es sind Persönlichkeiten, die sich trotz ihrer durch ihr Amt als König, Priester, Hochadeliger oder Heerführer verliehenen Größe und Majestät als Menschen zeigen. In Ildar Abdrazakovs beseelter Interpretation werden verletzliche, innerlich kämpfende, liebende und verzweifelnde Charaktere lebendig gezeichnet. Im Laufe seiner Weltkarriere ist der Sänger bisher erst selten in Wien in Erscheinung getreten. Allein in Verdi-Partien wurde er unter anderem in New York und Barcelona in Attila, in Mailand in Don Carlo, in Rom in Ernani, in Petersburg in Vespri Siciliani, in Paris in Luisa Miller und in München in Macbeth gefeiert. Endlich kann das Publikum im Wiener Konzerthaus viel von dem nachholen, was es bisher versäumt hat.

Donnerstag, 13. Juni 2019, 19.30 Uhr