Programm & Karten – Komponisten

J'accuse © Filmstill: Abel Gance (Ausschnitt)

Wien Modern: Wiener Symphoniker / Rundel «Gance: J'accuse»

Minimalismus kann man Abel Gance nicht zum Vorwurf machen. Der 1889 in Paris geborene Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler hat mit visionären Projekten gigantischen Ausmaßes Kinogeschichte geschrieben: «J’accuse» («Ich klage an») oszilliert zwischen Romanze, Drama, Action, Horror und «embedded journalism». Gance erwirkte eine Drehgenehmigung an Kriegsschauplätzen – ohne den Militärs zu verraten, dass die Eifersuchtsgeschichte sich zur Anklage gegen den Krieg entwickelt.

Dienstag, 31. Oktober 2017, 19.30 Uhr

Brad Mehldau und Chris Thile © Michael Wilson

Chris Thile & Brad Mehldau

Eigentlich entstammen sie zwei Welten, aber wenn Mandolinvirtuose Chris Thile und Brad Mehldau, einer der einflussreichsten Jazz-Pianisten der letzten 20 Jahre, gemeinsam die Bühne betreten, erwartet das Publikum eine elektrifizierende Symbiose aus Bluegrass und Jazz – und eine Auswahl der Lieblingssongs der beiden, die sie gemeinsam neu erschaffen.

Samstag, 18. November 2017, 19.30 Uhr

Gidon Kremer © Alberts Linarts (Ausschnitt)

Gidon Kremer, Violine «La lontananza»

Die Zusammenarbeit des venezianischen Avantgarde-Komponisten Luigi Nono und des lettischen Stargeigers Gidon Kremer gehört fast schon ins Reich der Legenden: Aus Kremers Geigenklang formte Nono die Raumelektronik in einem seiner letzten Stücke. Eine Rarität.

Dienstag, 28. November 2017, 19.30 Uhr

Michael Schade © Harald Hoffmann (Ausschnitt)

Karg / Schade / Martineau / Melles

Einem der prominentesten Liebespaare der deutschen Romantik – Robert und Clara Schumann – widmet sich das Programm «Licht und Liebe» in Wort und Ton. Es wäre nicht auszuschließen gewesen, dass der vielseitig begabte Robert Schumann ebenso als Schriftsteller reüssiert hätte. Sein Talent zeigt sich auch in seinen privaten Schriften, wie etwa in dem mit Clara gemeinsam geführten Ehetagebuch. Dass der retrospektive Einblick in die Künstlerehe überhaupt möglich ist, ist einzig der ältesten Tochter Marie zu verdanken, die eine Herausgabe der Schriften gestattete.

Dienstag, 09. Jänner 2018, 19.30 Uhr

Värttinä

Als eine Mischung aus ABBA und bulgarischen Frauenstimmen bezeichnete ein Journalist das finnische Ensemble Värttinä einmal. Seit den 1980er Jahren begeistert ihr charakteristischer Harmoniegesang nicht nur in Finnland, sondern weltweit das Publikum. Im Mittelpunkt stehen aktuell drei Sängerinnen, begleitet von einem reichhaltigen Instrumentarium. Sie erforschen mit ihren musikalischen Erkundungsgängen in Karelien, im finnischrussischen Grenzgebiet, nicht nur eine vom Erlöschen bedrohte Kultur, sondern verbreiten mit zeitlos-archaischen Klängen eine außerordentlich herzliche Atmosphäre – verständlich auch für alle jene, die nicht Finnisch sprechen!

Montag, 19. Februar 2018, 19.30 Uhr

Wiener Konzerthaus
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sowie Samstag 9.00 bis 13.00 Uhr

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