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Montag MO 6 Jänner 2020

nächste Veranstaltungen

Julia Fischer © Uwe Arens

Orchestre National de France / Julia Fischer / Krivine

Julia Fischer zählt nicht nur zu den führenden Geigensolistinnen weltweit, sondern bringt ihre künstlerische Vielfalt auch als Pianistin, Kammermusikerin und Pädagogin zum Ausdruck. Diesmal widmet sie sich dem 2. Violinkonzert von Béla Bartók, einem der ungewöhnlichsten und zugleich wichtigsten Konzerte des ganzen Repertoires.

Donnerstag, 23. Jänner 2020, 19.30 Uhr

Katharina Bäuml © Katharina Bäuml (Ausschnitt)

Resonanzen: Capella de la Torre / Bäuml »In flagranti«

Rund einen Monat nachdem Gesualdo in Neapel seiner Frau und deren Liebhaber den Garaus gemacht hatte, starb im September 1590 der berühmte Zinkenist Ascanio Trombetti in Bologna durch das Schwert eines gehörnten Ehemanns. »Ascanio del cornetto«, wie Trombetti auch genannt wurde, war der Star des Concerto Palatino della Signoria di Bologna, einer traditionsreichen Eliteformation des städtischen Musiklebens, und durch okkulte Umtriebe gar ins Visier der Inquisition geraten. Seine melodieschönen Madrigale und Motetten erfreuten sich, wie zahlreiche Transkriptionen und Nachdrucke belegen, im 16. und frühen 17. Jahrhundert großer Beliebtheit und harren ihrer Wiederentdeckung!

Donnerstag, 23. Jänner 2020, 19.30 Uhr

Eva Reiter © Moritz Schell (Ausschnitt)

Resonanzen: Reiter / Pauwels / De Cock / Harrasser »Eupepsia. Ein koloniales Archiv«

Ein Konzert als Forschungsprojekt: Im bolivianischen Tiefland setzten die Jesuiten ab Ende des 17. Jahrhunderts Musik als Mittel der Missionierung ein. Doch erst Anfang der 1970er-Jahre wurden in der Kleinstadt Concepción durch Zufall 5.500 Seiten Originalpartituren aus dieser Zeit entdeckt: europäische, aber auch amerikanische Barockmusik, die in den mehr als 200 Jahren seit der Ausweisung der Jesuiten aus dieser Region in verwitterten Kisten aufbewahrt worden war. Anhand von Stücken aus diesem Archivo Musical de Chiquitos gehen Eva Reiter und die Medien- und Kulturwissenschaftlerin Karin Harrasser Fragen zum Erbe der Kolonialisierung, zur schriftlichen Überlieferung und zu den offen gelassenen Leerstellen nach.

Samstag, 25. Jänner 2020, 21.30 Uhr

Christoph Eschenbach © Jonas Holthaus Photography

Wiener Philharmoniker / Goerne / Eschenbach

Christoph Eschenbach ist dem Wiener Konzerthaus seit den 1960er-Jahren verbunden. Beinahe 50 Mal gastierte Christoph Eschenbach hier, als Dirigent wie auch als Pianist. Umso ehrenvoller ist es, dass der Ernst-von-Siemens-Musikpreisträger nun anlässlich seines 80. Geburtstags die Wiener Philharmoniker leitet – jenen Klangkörper, der 1905 auch die Orchesterfassung von Mahlers Rückert-Liedern zur Uraufführung brachte.

Donnerstag, 13. Februar 2020, 19.30 Uhr

Wynton Marsalis © Joe Martinez

Jazz at Lincoln Center Orchestra & Wynton Marsalis »The new South African songbook: 25 years of democracy«

Gefeiert werden 25 Jahre Demokratie in Südafrika. Eine Nation definiert sich neu. Eine junge Musikergeneration – die »Born Frees« genannt – lebt ihre künstlerische Freiheit. Und das 1988 gegründete Jazz at Lincoln Center Orchestra präsentiert mit der Sängerin Melanie Scholtz und dem Sänger Vuyo Sotashe eine Mischung aus traditioneller und zeitgenössischer Musik aus Südafrika.

Mittwoch, 26. Februar 2020, 19.30 Uhr

© Craig Taborn (Ausschnitt)

Craig Taborn

»Einigen Konventionen treu bleiben, andere verwerfen«, ist Craig Taborns Lieblingsformel. Spontaneität bedeutet ihm alles. »Avenging Angel« ist von einem offenen Musikverständnis sowie melodiösen, harmonisch und rhythmisch hochkomplexen Improvisationen geprägt. Und hält die Balance zwischen Klangdichte und struktureller Klarheit.

Montag, 02. März 2020, 19.30 Uhr

Avishai Cohen Trio

Avishai Cohen Trio with Shai Maestro & Mark Guiliana

Orientalische Klänge, klassische Passagen und südamerikanische Rhythmen: Avishai Cohen, der erfolgreichste Jazzexport Israels, verknüpft sie mit dem Jazzvokabular. Zehn Jahre nach seinem internationalen Durchbruch mit dem Album »Gently Disturbed«, angesiedelt im weiten Land zwischen folkloristischer Innigkeit und resolutem Groove, betrachtet der Kontrabassist, Sänger, Komponist und Arrangeur die Stücke von damals aus heutiger Perspektive.

Sonntag, 26. April 2020, 19.30 Uhr