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Samstag SA 28 Jänner 2023
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Sonntag SO 29 Jänner 2023
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Montag MO 10 April 2023
Benjamin Herzl

Benjamin Herzl © Andrej Grilc

Belle Ting

Belle Ting © Raymond Huang

Liliya Nigamedzyanova

Liliya Nigamedzyanova © Angelina Larina

Zhiyu Zhang

Zhiyu Zhang

Motus Quartett / Herzl / Ting / Nigamedzyanova / Zhang

»Classics from the Other Side: Man, Conflict and Mortality«

Sonntag 16 April 2023
19:30 Uhr
Schubert-Saal

Besetzung

Motus Quartett

Tim de Vries, Violine

Karla Križ, Violine

Guilherme Marques Caldas, Viola

Felix Vermeirsch, Violoncello

Benjamin Herzl, Violine

Belle Ting, Violine

Liliya Nigamedzyanova, Viola

Zhiyu Zhang, Violoncello

Programm

Antonín Dvořák

Streichquartett Nr. 9 d-moll op. 34 (1877)

Dmitri Schostakowitsch

Streichquartett Nr. 8 c-moll op. 110 (1960)

Boris Ljatoschynskyi

2. Satz: Intermezzo. Molto lente (Streichquartett Nr. 2 A-Dur op. 4)

Veranstalterinformation

»Classics from the Other Side« wurde mit der Vision gegründet, Kulturen durch Kammermusik zu überbrücken. Die Musiker:innen der diesjährigen Ausgabe kommen aus der ganzen Welt. Das Motus Quartett besteht aus Musiker:innen aus den Niederlanden, Belgien, Brasilien und Kroatien; im zweiten Teil des Programms ist der österreichische Geiger Benjamin Herzl zusammen mit der kanadischen Geigerin Belle Ting, der russischen Bratschistin Liliya Nigamedzyanova und der chinesischen Cellistin Zhiyu Zhang zu erleben.
Das Konzertprogramm »Man: Conflict and Mortality« spiegelt die aktuelle Konfliktlage unserer Gesellschaft wider und widmet sich Werken, die in Kriegszeiten komponiert wurden, sowie solchen, die in Zeiten persönlicher Schicksalsschläge entstanden sind.
Das Streichquartett Nr. 9 op. 34 ist eines der intimsten Werke des tschechischen Komponisten Antonín Dvořák. Es wurde in den Monaten nach dem Tod von zwei seiner Kinder, Ruzena und Otakar, im Jahr 1877 geschrieben. Obwohl der zweite Satz Andeutungen der für Dvořáks Musik charakteristischen volkstümlichen Festlichkeit enthält, bleibt das Stück melancholisch und sehnsüchtig nachdenklich. In dieser schwierigen Zeit leistete der deutsche Komponist Johannes Brahms beträchtliche Unterstützung und dieses Quartett ist Brahms in Dankbarkeit gewidmet.
Das Streichquartett »Dresden« wurde vom russischen Komponisten Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch als Denkmal für die Opfer des Dresdner Brandbombenanschlags von 1945 komponiert. Das Werk ist ein Symbol der Kreativität in Zeiten der Unterdrückung, wobei Schostakowitsch oft musikalische Chiffren verwendete, die seinen persönlichen Glauben symbolisierten, um die Zensur des stalinistischen Regimes zu entgehen. Wesentliche musikalische Merkmale dieses Quartetts sind die Verwendung von Schostakowitschs DSCH-Motiv, dazu die Bezüge zu anderen Werken, darunter seine eigene Oper »Lady Macbeth von Mzensk« und das Revolutionslied »Tortured by Grievous Unfreedom«.
Die Musik des ukrainischen Komponisten Boris Lyatoshynsky ist tief in der traditionellen Musik seines Landes verwurzelt und stark von seinem Wunsch geprägt, einen individuellen ukrainischen Musikstil zu schaffen. Zu seinen Lebzeiten wurde die Ukraine nach vielen Jahrhunderten politischer und kultureller Dominanz durch Russland eine autonome Republik innerhalb der UdSSR, und Lyatoshynskys Musik weist einen starken nationalistischen Zug auf: Das »Intermezzo« seines zweiten Streichquartetts ist melodisch und meditativ, mit einem liedhaften Thema, das von der ukrainischen Volksmusik inspiriert wurde, und bleibt eines seiner beliebtesten Werken.

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