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Gottfried von Einem © Archiv der Wiener Konzerthausgesellschaft (Ausschnitt)

ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Gruber

»Gottfried von Einem: Der Prozess«

Donnerstag 22 November 2018
19:30 – ca. 21:50 Uhr
Großer Saal

Veranstaltung hat bereits stattgefunden

Interpreten

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

Michael Laurenz, Josef K. (Tenor)

Ilse Eerens, Fräulein Bürstner, Frau des Gerichtsdieners, Leni, Ein buckliges Mädchen (Sopran)

Martin Winkler, Der Aufseher, Ein Passant, Der Fabrikant, Der Geistliche (Bariton)

Markus Butter, Willem, Der Gerichtsdiener, Der Advokat (Bariton)

Szabolcs Brickner, Titorelli (Tenor)

Matthäus Schmidlechner, Der Student, Der Direktor-Stellvertreter (Tenor)

Tilmann Rönnebeck, Franz, Kanzleidirektor, Albert K. (Bass)

Wolfgang Bankl, Der Untersuchungsrichter, Der Prügler (Bassbariton)

Anke Vondung, Frau Grubach (Mezzosopran)

Jan Petryka, Ein Bursche, Erster Herr (Tenor)

Martin Kiener, Zweiter Herr (Tenor)

Daniel Gutmann, Dritter Herr (Bassbariton)

HK Gruber, Dirigent

Programm

Gottfried von Einem

Der Prozess. Oper in neun Bildern in zwei Teilen op. 14 (Libretto: Boris Blacher und Heinz von Cramer nach dem gleichnamigen Roman von Franz Kafka) (1953)
Konzertante Aufführung

Anmerkung

Eine gemeinsame Produktion von Wiener Konzerthaus und RSO Wien mit freundlicher Unterstützung der Gottfried von Einem Musik-Privatstiftung sowie der Internationalen Gottfried von Einem Gesellschaft
Dieses Konzert wird im Rahmen einer Kooperation zwischen der Wiener Konzerthausgesellschaft und dem Musikverein Wien Modern veranstaltet. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung bei Kooperationsveranstaltungen, Speicherdauer und Ihren Rechten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Zyklus VokalKlang

Festival Wien Modern #31

Links http://rso.orf.at

Veranstalter & Verantwortlicher Wiener Konzerthausgesellschaft

Gottfried von Einem: Der Prozess

Fieberhaft hatte Franz Kafka 1914 seinen Roman »Der Prozess« begonnen. Anfang und Ende waren bald geschrieben, aber nach einigen Monaten »an einer endgültigen Grenze« angekommen, brach er die Arbeit ab. 1925 wurde die albtraumartige Geschichte um Machtlosigkeit und Schuldgefühle des Josef K. posthum gedruckt und forderte seither etliche Generationen von Künstlern zu Reaktionen heraus – Orson Welles, Gunther Schuller, Guido Crepax, Belle and Sebastian u. v. a. Eine der ersten großen Auseinandersetzungen mit Kafkas »Monstrum« (Reiner Stach) unternahm Gottfried von Einem 1949–1953 – wie auch bei der gleichzeitig entstandenen »Hexenjagd« von Arthur Miller kein Zufall, dass Wahl und Bearbeitung des düsteren Stoffs mitten in die McCarthy-Ära fielen. Der Komponist, der gerade im Alter von 30 Jahren Direktoriumsmitglied der Salzburger Festspiele geworden war, bediente sich für seine zweite Oper »nur der einfachsten musikalischen Sprachmittel«; die Salzburger Uraufführung 1953 wurde zum Triumph. Zum 100. Geburtstag ist Der Prozess in Salzburg und Wien konzertant unter Leitung von HK Gruber neu zu hören.