Montag MO 1 Jänner 0001
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Klangforum Wien / Fischer / Vivarès / Eötvös

»Porträt«

Sonntag 5 November 2017
19:30 Uhr
Großer Saal

Veranstaltung hat bereits stattgefunden

Interpreten

Klangforum Wien

Vera Fischer, Flöte

Olivier Vivarès, Klarinette

Peter Böhm, Klangregie

Florian Bogner, Klangregie

Peter Eötvös, Dirigent

Programm

»Porträt«

Peter Eötvös

Shadows (1995–1996)

Sonata per sei (2006)

***

Chinese Opera (1985–1986)

Anmerkung

Produktion Klangforum Wien, Wien Modern und Wiener Konzerthaus
Dieses Konzert wird im Rahmen einer Kooperation zwischen der Wiener Konzerthausgesellschaft, dem Klangforum Wien und dem Musikverein Wien Modern durchgeführt. Bitte beachten Sie die mit dem Einzelkarten- oder Abonnementkauf verbundenen Zustimmungserklärungen laut dem Punkt »Datensicherheit (Kooperationsveranstaltungen)« in den Allgemeinen Verkaufs- und Abonnementbedingungen der Wiener Konzerthausgesellschaft.

Zyklus Klangforum Wien

Festival Wien Modern #30

Links http://www.klangforum.at
http://eotvospeter.com

Veranstalter & Verantwortlicher Wiener Konzerthausgesellschaft

Chinese Opera

Auch ganz ohne Bühnenbild, Kostüme und Film ist Peter Eötvös’ Chinese Opera »eine Oper zum sehenden Hören« (Peter Szendy). Gegen Oper hatte Eötvös – langjähriger Mitarbeiter von Karlheinz Stockhausen und Chefdirigent des Ensemble intercontemporain auf Einladung von Pierre Boulez – in seiner Studentenzeit am Kölner Studio für Elektronische Musik eine lebhafte Abneigung entwickelt. Dass er die spontane Theaterbegeisterung seiner Kindheit irgendwann wiederentdeckte, daran ist seine 1986 komponierte »Chinese Opera« nicht ganz unbeteiligt: »Der Titel – der eine vollkommen überbordende Art kreativer Fülle andeuten sollte – brachte den Dirigenten Kent Nagano dazu, Eötvös unbesehen einzuladen, das Werk in Lyon an der Oper zu inszenieren. ‹Mit Vergnügen›, sagte ich – ‹aber es ist ein Orchesterstück›«, erinnerte sich Eötvös in der New York Times. Im Gefolge des farbensprühenden, im wörtlichen Sinn fantastischen Werks entstanden seither nicht weniger als zehn Opern. »Meine Chinese Opera hat mit der echten chinesischen Oper sehr wenig zu tun. In China hat jede Provinz ihren eigenen Theaterstil. Er wird nach der jeweiligen Provinz benannt, in der er vor Jahrhunderten entstanden ist und seitdem unverändert gespielt wird. Chinese Opera ist in Hinsicht auf eine szenische und filmische Präsentation geschrieben. Sie ist ‹Oper› meiner eigenen ‹Provinz›.« (Peter Eötvös) In diesem großen Porträtkonzert mit drei im Abstand von je zehn Jahren entstandenen Meisterwerken steht der 73-jährige Komponist persönlich am Dirigentenpult des Klangforum Wien.