9
SonntagSO 9 April 2017
17
MontagMO 17 April 2017

Musicbanda Franui © Julia Stix

Musicbanda Franui / Florian Boesch

«Alles wieder gut»

Dienstag 25 April 2017
19:30 – ca. 20:45 Uhr
Mozart-Saal

Veranstaltung hat bereits stattgefunden

Interpreten

Musicbanda Franui

Johannes Eder, Klarinette, Bassklarinette

Andreas Fuetsch, Tuba

Romed Hopfgartner, Altsaxophon, Klarinette

Markus Kraler, Kontrabass, Akkordeon

Angelika Rainer, Harfe, Zither, Gesang

Bettina Rainer, Hackbrett, Gesang

Markus Rainer, Trompete, Gesang

Martin Senfter, Ventilposaune, Gesang

Nikolai Tunkowitsch, Violine

Andreas Schett, Trompete, Gesang, Leitung

Florian Boesch, Bassbariton

Jonas Dahlberg, Bühne, Video

Programm

«Alles wieder gut»

Liederabend mit einem vergänglichen Bühnenbild von Jonas Dahlberg

Kompositionen und Bearbeitungen von Markus Kraler und Andreas Schett (UA)

Franz Schubert

Die Vögel D 691 (1820)

Heidenröslein D 257 (1815)

Trockne Blumen D 795/18 (Die schöne Müllerin) (1823)

Gustav Mahler

Die zwei blauen Augen (Lieder eines fahrenden Gesellen) (1883-1885)

Robert Schumann

Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht op. 64/3 Nr. 2 (Romanzen und Balladen) (1841)

Gustav Mahler

Ging heute morgen übers Feld (Lieder eines fahrenden Gesellen) (1883-1885)

Johannes Brahms

Die Sonne scheint nicht mehr (Deutsche Volkslieder 1894 Nr. 5) (1894)

Robert Schumann

In der Fremde op. 39/1 (Liederkreis) «Aus der Heimat hinter den Blitzen rot» (1840)

Gustav Mahler

Wenn mein Schatz Hochzeit macht (Lieder eines fahrenden Gesellen) (1883-1885)

Robert Schumann

Der arme Peter op. 53/3 (Romanzen und Balladen) (1840)

Franz Schubert

Du bist die Ruh D 776 (1823)

Johannes Brahms

Da unten im Tale (Deutsche Volkslieder 1894 Nr. 6) (1894)

Franz Schubert

Abendstern D 806 (1824)

Johannes Brahms

Über die Heide hallet op. 86/4 (1877-1879 ?)

Franz Schubert

Am Tage Aller Seelen D 343 «Litanei auf das Fest Aller Seelen» (1816)

Gustav Mahler

Ich hab' ein glühend Messer (Lieder eines fahrenden Gesellen) (1883-1885)

Ich bin der Welt abhanden gekommen (Rückert-Lieder) (1901)

Henry Purcell

Thy hand, Belinda ... When I am laid in Earth «Dido's Lament» (Rezitativ und Arie der Dido aus «Dido and Aeneas» Z 626) (Libretto: Nahum Tate) (1689)

Anmerkung

Ein Produktion von Franui in Zusammenarbeit mit dem Wiener Konzerthaus
Koproduktion: Ludwigsburger Schlossfestspiele, Holland Festival, Elbphilharmonie & Laeiszhalle Hamburg

Zyklus Florian Boesch

Links http://www.franui.at

Veranstalter Wiener Konzerthausgesellschaft

Die Sehnsucht, die sie eint

Sie trafen erstmals im Wiener Konzerthaus, 2015 beim «Gemischten Satz» aufeinander. Schon damals spürten Florian Boesch und die Musicbanda Franui einen gemeinsamen, abendfüllenden Liederabend entstehen. Jetzt ist es soweit – und alles ist gut. Denn der Wiener Bassbariton machte von Anfang an deutlich, dass er Lieder eines fahrenden Gesellen von Gustav Mahler in Franuis Klang und Stil singen will. «Da wusst’ ich nicht, wie das Leben tut, / war alles, alles wieder gut!» heißt es im letzten Gesellenlied «Die zwei blauen Augen von meinem Schatz». Was gibt es Schöneres, als dem anderen letztlich sagen zu können: «Alles wieder gut.»

Das Motto für den Liederabend stand fest – und damit auch «das Franuische Gesetz, dass sich alles zwischen Freud und Leid abspielt, zwischen Tanzboden und Friedhof», so Andreas Schett von Franui. Gemeinsam mit Markus Kraler wird Schett wieder Lieder von Schubert und Schumann bis Brahms und Mahler neudeuten und die immerwährende romantische Sehnsucht in das 21. Jahrhundert weiterkomponieren: «Wir sehnen uns nach Hause und wissen nicht, wohin.» Auch darin gibt es eine vollständige Übereinstimmung mit Boesch, der gerne etwas mehr und anders singen will, als es in den Noten steht – nämlich die Stimmungen und Töne zwischen den Notenzeilen. Da führen romantische Lieder wie «Wehmut», «Du bist die Ruh», «Über die Heide», «Litanei auf das Fest Aller Seelen» in neue Tiefen.

Ganz am Ende aber, da wechselt Boesch das Stimmfach und Franui mit ihm die Epoche. Der Bassbariton möchte einmal unbedingt in die Rolle einer Barockopernheroine schlüpfen. Der absteigende barocke Lamento-Bass, der Dido am Ende von Purcells Oper in das Schattenreich geleitet, wird diesmal von der ungewöhnlichen, aber todsicher passenden Instrumentenkombination Hackbrett-Bassklarinette-Bassgeige-Tuba gespielt. Ein typischer Klang eben aus der trauerfarbenreichen Franui-Palette zum schweren Abschied von dieser Welt: «Remember me» singt die karthagische Königin, und wird Boesch dem untreuen Helden Aeneas für alle Zeiten und für alle verlassenen Liebenden nachsingen.

Zum Raum werden in diesem Liederabend die Freud und das Leid. Die Musiker agieren den ganzen Abend hindurch vor einem Raumbild des schwedischen Künstlers Jonas Dahlberg. Das Publikum findet in diesem «Bühnenbild» einen vertrauten Raum, der aber langsam vergeht: ein unmerklich zerfallendes Schlafzimmer als Gleichnis der Vergänglichkeit, parallel zum unendlichen Sehnsuchtston der Musik.

Wiener Konzerthaus
Lothringerstraße 20
A-1030 Wien

Telefon: +43 1 242002
Telefax: +43 1 24200-110
ticket@konzerthaus.at

Öffnungszeiten des Ticket- & Service-Centers:
Montag bis Freitag: 9.00 – 19.45 Uhr
Samstag: 9.00 – 13.00 Uhr
sowie werktags, samstags, sonn- und feiertags
ab 45 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
Telefonzeiten:
Montag bis Freitag 9.00 bis 18.00 Uhr
sowie Samstag 9.00 bis 13.00 Uhr

Das Wiener Konzerthaus dankt all seinen Sponsoren und Kooperationspartnern