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Chorus sine nomine

Chorus sine nomine © Marco Borggreve (Ausschnitt)

Sofia Gubaidulina

Sofia Gubaidulina © The Japan Art Association / Sankei Shimbun (Ausschnitt)

Chorus sine nomine / Hiemetsberger

»Gubaidulina«

Samstag 15 Juni 2019
18:00 – ca. 19:15 Uhr
Mozart-Saal

Veranstaltung hat bereits stattgefunden

Interpreten

Chorus sine nomine

Narek Hakhnazaryan, Violoncello
präsentiert im Rahmen des Förderprogramms »Great Talent«

Christoph Sietzen, Percussion
präsentiert im Rahmen des Förderprogramms »Great Talent«

Emiko Uchiyama, Percussion

György Handl, Celesta

Johannes Hiemetsberger, Leitung

Programm

Sir John Tavener

Svyati (1995)

Sofia Gubaidulina

Sonnengesang (1997–1998)

Anmerkung

Freie Platzwahl

Zyklus Nouvelles Aventures
Company of Music
Wahl-Package »Sofia Gubaidulina«

Festival 39. Internationales Musikfest

Links http://www.chorussinenomine.at

Veranstalter & Verantwortlicher Wiener Konzerthausgesellschaft

Sofia Gubaidulina

Mit ihren 87 Jahren und einer an Umbrüchen wahrlich reichen Lebensgeschichte ist Sofia Gubaidulina die Grande Dame der zeitgenössischen Musik. Konzentriert auf ein Wochenende Mitte Juni widmet ihr das Wiener Konzerthaus im Rahmen des 39. Internationalen Musikfestes ein vierteiliges Porträt.

1931 in Tschistopol in der russischen Teilrepublik Tatarstan als Tochter eines Vermessungsingenieurs und einer Lehrerin geboren, studierte Sofia Gubaidulina in Kasan und in Moskau Komposition und verdiente ihren Lebensunterhalt ab 1963 vorwiegend mit dem Schreiben von Filmmusik. Ihre »eigentlichen« Werke, die der offiziellen Sowjetästhetik mitnichten entsprachen und in denen sich die Enkelin eines Mullahs ab den frühen 1970er-Jahren immer deutlicher zu ihren christlichen Überzeugungen bekannte, komponierte sie zunächst nur für die Schublade.

Gidon Kremer war es, der sie im Westen bekannt machte, als er 1981 ihr Violinkonzert »Offertorium« in Wien zur Uraufführung brachte. Seit 1992 lebt Gubaidulina – als, wenn auch erst spät, international erfolgreiche weibliche Musikschaffende eine Vorreiterin – in der kleinen Gemeinde Appen in der Nähe von Hamburg. Mit Kammermusik-, Chor- und Orchesterwerken aus den Jahren 1971 bis 2018 – u. a. der europäischen Erstaufführung ihres dritten Violinkonzerts – präsentieren nun namhafte Ensembles sowie Solistinnen und Solisten wie Yeree Suh, Noa Frenkel, Holger Falk und Vadim Repin einen konzentrierten Querschnitt aus Gubaidulinas umfangreichem Schaffen.

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