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Donnerstag DO 19 März 2020
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Samstag SA 4 April 2020
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Montag MO 6 April 2020
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Mittwoch MI 8 April 2020
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Donnerstag DO 9 April 2020
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Freitag FR 10 April 2020
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Sonntag SO 12 April 2020
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Montag MO 13 April 2020
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Mittwoch MI 22 April 2020
Thomas Hengelbrock

Thomas Hengelbrock © Florence Grandidier

Olivier Latry

Olivier Latry © Deyan Parouchev

Balthasar-Neumann-Chor / Hengelbrock

»Freude, Schwester des Leids«

Freitag 24 April 2020
19:30 – ca. 20:45 Uhr
Großer Saal

Interpreten

Balthasar-Neumann-Chor

Olivier Latry, Orgel

Thomas Hengelbrock, Dirigent

Programm

Franz Liszt

Via Crucis. Les 14 stations de la croix S 504a (1878–1879)

Anton Bruckner

Os justi. Graduale für gemischten Chor (1879)

Nachspiel d-moll WAB 126 (1850)

Max Reger

O Tod, wie bitter bist du op. 110/3 (Geistliche Gesänge) (1912)

Ostern op. 145/5 (Sieben Orgelstücke)

Albert Becker

Ich bin die Auferstehung und das Leben op. 67/2

Anmerkung

Ersatztermin für den 25. April 2020 im Mozart-Saal.

Zyklus VokalKlang
Company of Music

Links http://www.balthasar-neumann.com
http://www.thomas-hengelbrock.com

Veranstalter & Verantwortlicher Wiener Konzerthausgesellschaft

Ätherisches Blau

Franz Liszt ging unter anderem als Klaviervirtuose, als Erfinder der symphonischen Dichtung und gar als erster Popstar in die Musikgeschichte ein. Eine Facette des Komponisten ist heute hingegen weniger bekannt: 1865 erhielt Liszt in Rom die niederen kirchlichen Weihen und unterzog sich einer Tonsur. Fortan wandte er sich als Abbé verstärkt kirchenmusikalischen Werken zu. Darunter fällt auch seine orgelbegleitete »Via crucis« für Soli und Chor. Die Kreuzweg-Kantate ist eines seiner radikalsten Werke, ein Unikum in der Musikliteratur. »Nie hat er noch so komponiert«, schrieb seine letzte Lebensgefährtin Caroline von Sayn-Wittgenstein, »man möchte glauben, dass er die höchste Spitze der Erde verlassen hat, um im ätherischen Blau zu schwimmen.« Das bis heute nur selten aufgeführte Werk ist in den Händen von Thomas Hengelbrock, dem Balthasar-Neumann-Chor sowie Organist Olivier Latry gewiss in den besten Händen. Energetische Interpretationen geistlicher Werke Bruckners, Beckers und Regers vervollkommnen einen schon fast sakralen Konzertabend.