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Montag MO 13 Mai 2019

Antonio Pappano © Musacchio & Ianniello

Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia – Roma / Pappano

»Mahler: Symphonie Nr. 6«

Mittwoch 15 Mai 2019
19:30 – ca. 21:00 Uhr
Großer Saal

Veranstaltung hat bereits stattgefunden

Interpreten

Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia – Roma

Sir Antonio Pappano, Dirigent

Programm

Gustav Mahler

Symphonie Nr. 6 a-moll (1903–1904)

Anmerkung

Unterstützt von PORR AG

Zyklus Orchester international

Festival 39. Internationales Musikfest

Links http://www.santacecilia.it

Veranstalter & Verantwortlicher Wiener Konzerthausgesellschaft

Mahler: Symphonie Nr. 6

»Ich habe versucht, Dich in einem Thema festzuhalten – Du musst Dir’s schon gefallen lassen«, erinnerte sich Alma Mahler an die Ankündigung ihres Ehemannes Gustav Mahler von einer Melodie des ersten Satzes der sechsten Symphonie. Das war in einem glücklichen Sommer der Eheleute in Maiernigg am Wörthersee. »Kein Werk ist ihm so unmittelbar aus dem Herzen geflossen wie dieses«, schrieb Alma über die Entstehung der Sechsten, »damals war er heiter, seines großen Werkes bewusst und seine Zweige grünten und blühten.« Unmittelbares Erleben des Liebesund Familienglücks wird in der Symphonie im Kontrast zu existentialistischen Schärfen, Trauermärschen und Hammerschlägen ausgedrückt.

Die Spielanweisungen in der Partitur offenbaren die zwei Seiten des monumentalen Werkes. »Heftig«, »wuchtig«, »wie wütend dreinfahren«, »alles mit roher Kraft«, »marcato«, »sehr energisch«, »immer streng im Takt« – so klingt die ahnungsvolle Tragik der Existenz. Demgegenüber singt die Symphonie von der Liebe, nicht nur im Alma-Thema des ersten Satzes, das »schwungvoll« und »drängender« gespielt werden soll, sondern auch besonders im Andante, dessen Liebesgesang Mahler »immer mit bewegter Empfindung«, »zart, aber ausdrucksvoll« und »fließend« musiziert haben wollte. Gerade italienische Musiker erfühlen den Melodiker Mahler wunderschön, man erinnere sich nur an Claudio Abbados Interpretationen. So darf man nun auch vom Orchester der Musikheiligen aus Rom und dem Briten Pappano, dessen Vater ein italienischer Gesangslehrer war, blühende Kantabilität inmitten des heftigen Existenzkampfes erwarten.