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Eva Reiter © Moritz Schell (Ausschnitt)

Resonanzen: Reiter / Pauwels / De Cock / Harrasser

»Eupepsia. Ein koloniales Archiv«

Samstag 25 Jänner 2020
21:30 Uhr
Schubert-Saal

Interpreten

Eva Reiter, E-Gambe

Tom Pauwels, E-Gitarre

Tom De Cock, Schlagwerk

Karin Harrasser, Vortrag

Programm

Werke von Marin Marais, Diégo Ortiz, Fredy Vallejos, Matthew Shlomowitz und Eva Reiter

Anmerkung

Medienpartner Ö1 Club

Zyklus Resonanzen
4er-Zyklus Resonanzen

Festival Resonanzen »Die Zehn Gebote«

Veranstalter & Verantwortlicher Wiener Konzerthausgesellschaft

Eupepsia. Ein koloniales Archiv

Ein Konzert als Forschungsprojekt: Im bolivianischen Tiefland setzten die Jesuiten ab Ende des 17. Jahrhunderts Musik als Mittel der Missionierung ein. Doch erst Anfang der 1970er-Jahre wurden in der Kleinstadt Concepción durch Zufall 5.500 Seiten Originalpartituren aus dieser Zeit entdeckt: europäische, aber auch amerikanische Barockmusik, die in den mehr als 200 Jahren seit der Ausweisung der Jesuiten aus dieser Region in verwitterten Kisten aufbewahrt worden war. Anhand von Stücken aus diesem Archivo Musical de Chiquitos gehen Eva Reiter und die Medien- und Kulturwissenschaftlerin Karin Harrasser Fragen zum Erbe der Kolonialisierung, zur schriftlichen Überlieferung und zu den offen gelassenen Leerstellen nach.

Eva Reiter

Eva Reiter studierte bis 2001 Blockflöte und Viola da Gamba an der Wiener Musikuniversität. Bis 2005 setzte sie ihr Blockflötenstudium bei Paul Leenhouts und Walter van Hauwe und ihr Gambenstudium bei Mieneke van der Velden am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam fort. 2006 schloss sie ihre Master-Studien mit Schwerpunkt im Bereich der Komposition ab. Seither arbeitet sie als freischaffende Musikerin und Komponistin in Wien. Sie wird regelmäßig als Dozentin zu Kursen für Alte Musik eingeladen und unterrichtete Viola da Gamba in Linz. In den letzten Jahren hat sich Eva Reiter als Komponistin und als Interpretin verstärkt der komponierten Musik der Gegenwart gewidmet.