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SonntagSO 9 April 2017
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MontagMO 17 April 2017

Julian Barnes © Kathy Willens

Julian Barnes / Angela Hewitt

Donnerstag 20 April 2017
19:30 – ca. 21:00 Uhr
Berio-Saal

Veranstaltung hat bereits stattgefunden

Interpreten

Julian Barnes, Lesung in englischer Sprache

Angela Hewitt, Klavier

Programm

Julian Barnes liest aus seinem literarischen Werk sowie aus Werken von Lars Gustafsson, Iwan Turgenew, Lisel Mueller und Alastair Reid. Angela Hewitt spielt dazu auf dem Klavier.

Lars Gustafsson

The Stillness of the World before Bach

Johann Sebastian Bach

Präludium 1 C-Dur BWV 846 (Das wohltemperierte Klavier, Band I) (1722)

Fuge 4 cis-moll BWV 849 (Das wohltemperierte Klavier, Band I) (1722)

Julian Barnes

The Noise of Time (Auszug)

Dmitri Schostakowitsch

Präludium und Fuge f-moll op. 87/18 (1950-1951)

Iwan Turgenew

Fathers and Sons (Auszug)

Wolfgang Amadeus Mozart

Sonate c-moll K 457 (3. Satz: Allegro assai) (1784)

Lisel Mueller

Romantics

Johannes Brahms

Intermezzo Es-Dur op. 117/1 (1892)

Julian Barnes

The Noise of Time (Auszug)

Ludwig van Beethoven

Sonate d-moll op. 31/2 «Der Sturm» (1. Satz: Largo – Allegro) (1802)

Julian Barnes

The Silence (Auszug)

Jean Sibelius

Romanze Des-Dur op. 24/9

Alastair Reid

A Lesson in Music

Franz Schubert

Impromptu Ges-Dur D 899/3 (1827)

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Zugabe:

Julian Barnes

The Noise of Time (Auszug)

Dmitri Schostakowitsch

Tänze der Puppen (Lyrischer Walzer, Nr. 1) (1952)

Anmerkung

Medienpartner Ö1 Club
Freie Platzwahl

Zyklus Originalton

Links http://www.angelahewitt.com
http://www.julianbarnes.com

Veranstalter Wiener Konzerthausgesellschaft

Frankophiler «Puppenspieler» trifft auf kanadische Bach-Spezialistin

Um zu schreiben, muss man davon überzeugt sein, dass dies nicht nur ein Neuaufbruch für einen selbst, sondern für die gesamte Geschichte des Romans ist.» Das ambitionierte künstlerische Credo, das Julian Barnes in einem Interview äußerte, versucht er beständig in seinen Romanen umzusetzen – und das mit Erfolg. Nach drei Nominierungen für den «Booker Prize», erhielt der 1946 in Leicester Geborene die begehrte Ehrung für seinen Roman «Sense of an Ending». 2016 wurde ihm der «Siegfried Lenz Preis» verliehen: «So eindrücklich seine Bücher von satirischen und ironischen Tonlagen geprägt sind, so unmittelbar stellt er sich in die Tradition eines Erzählens, das essenzielle Lebensfragen der Menschheit verhandelt», gab die Jury euphorisch bekannt. Julian Barnes scheint seinem Vorhaben also stetig näher zu rücken.

Dabei begann der mit seinem Dasein als erfolgreicher Romanautor vergleichsweise spät. Nach Sprach- und Jurastudien arbeitete er als Lexikograph und Journalist. Erst in den 1980er-Jahren veröffentlichte er vier Kriminalromane, damals noch unter dem Pseudonym Dan Kavanagh. Der internationale Durchbruch gelang ihm 1984 mit «Flaubert’s Parrot», seither schuf der frankophile Engländer unzählige literarische Figuren: «Ich glaube, die Art, in der sich Romanautoren an ihre Figuren erinnern, unterscheidet sich stark von der Art, wie die Leser es tun. Die Leser sehen sie eher wie wirkliche Lebewesen. Während wir Autoren uns an die blutigen Hände erinnern, die wir uns einhandelten, als wir sie zusammensetzten – beinahe so, wie sich ein Handwerker an die Wunden erinnert, die er sich beim Bau eines Stuhles zugezogen hat. Wir sind Puppenspieler; wir wissen, dass es Puppen sind …» Dennoch versteht es Julian Barnes, seinen Figuren Charakter einzuhauchen, sei es bei Geoffrey Braithwaite, dem pensionierten Arzt, der sich in «Flaubert’s Parrot» auf die Spurensuche nach Gustave Flaubert begibt oder bei Tony Webster, einem Mann mittleren Alters, dessen Leben in «Sense of an Ending» nach dem Erhalt eines Anwaltsschreibens eine jähe Wende erfährt.

Durch und durch Autor, ist Julian Barnes jedoch auch immer den anderen Künsten zugetan, gerade der Musik: «Ich würde liebend gerne einen Roman beginnen lassen, wie Beethoven die Frühlingssonate beginnen lässt – mit jener unfassbaren Mühelosigkeit, als hätte ich das ganze Werk vor dem Schreiben vollständig in meinem Kopf gehört. Und als könnte es sofort mit der ganzen Welt in Kontakt treten.» Eine Verbindung beider künstlerischer Elemente kann im Wiener Konzerthaus erlebt werden, denn hier trifft Julian Barnes auf die kanadische Ausnahmepianistin Angela Hewitt . Beide führend auf ihren Gebieten, sorgen sie mit Auszügen aus ihrem jeweils literarischen und musikalischen Schaffen für ein aufregendes und bereicherndes Kunsterlebnis. Im O-Ton!

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